Finanzwissen

Das Finanzlexikon

von House of Banks

Einleitung:

In der Welt der Immobilienfinanzierung und des Wohnungseigentums gibt es viele Fachbegriffe, die man kennen sollte, um besser informierte Entscheidungen treffen zu können. Einer dieser Begriffe ist die “Abgeschlossenheitsbescheinigung”. In diesem Lexikoneintrag erfährst du, was genau eine Abgeschlossenheitsbescheinigung ist, welche Bedeutung sie hat und warum sie für Finanzierungsangelegenheiten relevant sein kann.

Definition:

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung ist ein behördliches Dokument, das die Aufteilung eines Gebäudes oder einer baulichen Anlage in einzelne abgeschlossene Wohneinheiten bestätigt. Sie dient als Nachweis dafür, dass eine Immobilie in sich geschlossen ist und über räumlich getrennte Bereiche verfügt, die eigenständig genutzt werden können.

Erklärung:

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung ist insbesondere für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) von großer Bedeutung. Sie legt fest, welche Teile einer Immobilie als eigenständige Wohneinheiten gelten und somit separat verwaltet und veräußert werden können. Ohne eine gültige Abgeschlossenheitsbescheinigung ist es nicht möglich, eine Wohnung oder einen Teil eines Gebäudes als einzelne Einheit zu verkaufen, zu vermieten oder mit einer Hypothek zu belasten.

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung wird in der Regel von der örtlichen Bauaufsichtsbehörde oder einem beauftragten Sachverständigen ausgestellt. Um eine solche Bescheinigung zu erhalten, muss der Antragsteller nachweisen, dass die baulichen Voraussetzungen für eine Aufteilung in abgeschlossene Einheiten erfüllt sind. Dazu gehören beispielsweise separate Zugänge zu den einzelnen Wohneinheiten, eigene Versorgungsanschlüsse und räumliche Trennungen wie Wände oder Decken.

Beispiele:

Um die Bedeutung der Abgeschlossenheitsbescheinigung zu verdeutlichen, betrachten wir zwei Beispiele:

 

  1. Beispiel: Herr Schmidt plant den Kauf einer Eigentumswohnung. Vor Vertragsabschluss möchte er sicherstellen, dass die Wohnung eine eigenständige Einheit ist und nicht mit anderen Teilen des Gebäudes verbunden ist. Durch Einsichtnahme in die Abgeschlossenheitsbescheinigung kann er überprüfen, ob die Wohnung als abgeschlossene Einheit anerkannt ist.
  2. Beispiel: Frau Müller möchte ihre Eigentumswohnung verkaufen und interessiert sich für eine Zwischenfinanzierung, um den Kauf einer neuen Immobilie zu ermöglichen. Die Bank, bei der sie die Zwischenfinanzierung beantragen möchte, verlangt eine Sicherheit in Form einer Hypothek auf ihrer Wohnung. Ohne eine gültige Abgeschlossenheitsbescheinigung könnte die Bank die Hypothek nicht eintragen lassen, da die Eigentumswohnung nicht als eigenständige Einheit nachgewiesen wäre.

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung ist ein behördliches Dokument, das die Aufteilung eines Gebäudes in einzelne abgeschlossene Wohneinheiten bestätigt. Sie ist von großer Bedeutung für Wohnungseigentümergemeinschaften und dient als Nachweis für den eigenständigen Charakter einer Immobilie. Ohne eine gültige Abgeschlossenheitsbescheinigung können keine einzelnen Einheiten verkauft, vermietet oder mit Hypotheken belastet werden.

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